USC BasCats: Niederlage zum Auftakt

28 Sep. 2026

Den Start in die neue Saison in der 2. Damen-Basketball-Bundesliga Süd hatten sich die USC BasCats Heidelberg wahrlich anders vorgestellt. Nach zwischenzeitlich 16 Punkten Vorsprung verloren die BasCats gegen Aufsteiger Jahn München noch mit 65:75 (16:11, 38:24, 50:49). Nach vielen Jahren ging mal wieder ein Auftaktmatch in der 2. Bundesliga verloren.

Die BasCats starteten offensiv schwach. Nach den ersten Punkten der Saison durch die zyprische Nationalspielerin Marissa Pangalos drehte München auf und ging mit 8:3 in Führung. Doch die Gastgeberinnen konterten und lagen in einer korbarmen Partie zur Viertelpause vorne. Es folgte das stärkste Viertel, dominiert von Pangalos und der neuen kanadischen Centerin Kiyara Letlow. Das Zusammenspiel zwischen Letlow und Pangalos klappte einige Male hervorragend. Die Alleingänge von Pangalos sind eine Augenweide. Obwohl sie nicht fit ist und am Ende Wadenkrämpfe bekam, war sie mit 27 Punkten und fünf Vorlagen die herausragende Akteurin. Letlow kam auf 24 Punkte und 15 Rebounds, somit ein Double-Double. Ein toller Einstand für die 23-Jährige.

Aufbauspielerin Marissa Pangalos war kaum zu halten. Foto: Andreas Gieser

Doch die Dominanz dieses Duos war auch das Problem bei den BasCats. Die anderen fielen deutlich ab, keine Spielerin schaffte mehr als drei Punkte. Einige hatten beim Wurf einen rabenschwarzen Tag, von der Bank kam kaum Entlastung und Energie. Ruckzuck verkürzte München den Rückstand auf einen Zähler zur letzten Viertelpause.

Die wurfstarke Maria Perner, in der ersten Halbzeit völlig blass geblieben, traf nun wie sie wollte und das blutjunge Münchner Team zeigte, was da an Talent vorhanden ist. Fünf Spielerinnen punkteten zweistellig, bei den BasCats kam neben den 51 Punkten von Pangalos und Letlow viel zu wenig. Ergebnis war ein 0:18-Lauf von 50:36 auf 50:54. Es wollte einfach nichts mehr klappen. Zwar konnte die Kanadierin noch einmal zum 58:58 ausgleichen, doch zwei Distanztreffer entschieden die Partie.

Am kommenden Samstag spielen die USC BasCats um 16 Uhr bei den Bender Baskets Jena, die am ersten Spieltag 51:65 bei den Eisvögeln Freiburg II verloren. Am 10. Oktober folgt das DBBL-Pokalspiel beim ASC Theresianum Mainz, das nächste Zweitliga-Heimspiel ist am 17. Oktober gegen Freiburg II.

Stenogramm: 3:8 (6.), 10:8 (7.), 16:11 (10.), 28:18 (17.), 38:24 (Halbzeit), 40:24 (21.), 50:36 (26.) 50:49 (30.), 50:54 (32.), 58:58 (34.), 58:66 (37.), 65:75 (Endstand).

BasCats: Pangalos 27/1, Letlow 24, Wroblewski 3/1, Schüle 3/1, Blasen 3, Maitra 3, Wuckel 2, Metz, Schramm-Bünning, Skrjelj.

Jahn München: Perner 19/4, Blanarik 15/1, Steinbicker 14, Matic 11, Kleemann 11, Leiner 3, Ilenikhena 2, Heide, Zentgraf, Galster.

Rebounds: 42:47 (Letlow 15, Maitra 5 – Kleemann-Day 10, Team 8, Matic 7)

Dreier: 17:26% (4/24:5/19)

Freiwurfquote: 59:70%

Assists: 11:12 (Pangalos 5 – Perner 3, Blanarik 3)

Steals: 10:14 (Moten 5 – Peroche 5)

Turnover: 25:27

Stimmen zum Spiel:

Cheftrainer Niko Kuusi: „Unser Energielevel war zu niedrig, von der Bank kam zu wenig Entlastung. Das zweite Viertel war gut, auch ins dritte Viertel sind wir noch gut gestartet, aber dann hatten die einen Lauf. Ich habe noch versucht, einige Dinge zu ändern, aber das half nicht. Es war keine Frage der Fitness, eher des Kopfes. Aber wir haben noch 21 Spiele vor uns.“

Kyara Letlow: „Ich habe mich mit Marissa sehr gut verstanden, sie bringt viel Energie. Eigentlich war es ein guter Start von uns, aber dann fehlte einfach die Erfahrung. Diese Niederlage ist gut zum Lernen. Die jungen Spielerinnen wollten bei der Führung zu schnell spielen. München war als Aufsteiger sehr beeindruckend. Wir werden uns weiter steigern, ich auch.“

Marissa Pangalos: „Wir haben einen sehr jungen Kader, da ist Nervosität normal. Das Spiel wird uns eine Lehre sein, wir werden noch Vertrauen finden. Ich bin nach dieser Niederlage nicht besorgt, denn wir sind bereit.“

Michael Rappe

Beitragsbild: Neuzugang Kyara Letlow dominierte unter den Körben. Foto: Andreas Gieser