Das Erreichen eines der vier Playoff-Plätze ist das erklärte Ziel der USC BasCats Heidelberg in der 2. DBBL Süd. Aktuell, nach dem 13. von 22 Spieltagen in der Hauptrunde kämpfen vor allem fünf Teams um vier Plätze. Während Spitzenreiter Bad Homburg trotz der Niederlage bei den BasCats ziemlich sicher an der Tabellenspitze thront, sind dahinter gleich vier Teams punktgleich: Würzburg, die BasCats, Freiburg II und Jena. Wasserburg und Stuttgart sind zwar noch nicht ganz aus dem Rennen, haben aber bereits vier Punkte Rückstand auf dieses Quartett.
Die USC BasCats haben den Vorteil, dass sie die drei Hauptkonkurrenten alle noch daheim empfangen. Und den Anfang machen am Samstag um 17 Uhr (ISSW alt) die Eisvögel Freiburg II. Ein starker Gegner, der eine gute Saison spielt. Das Reserveteam der Eisvögel darf zwar nicht aufsteigen, kann aber trotzdem einen Playoff-Platz blockieren.
„Die haben keinen Druck und sind eine erfahrene Mannschaft“, schätzt BasCats-Cheftrainer René Spandauw den Gegner stark ein. Führungsspielerin ist nach wie vor die erstligaerfahrene Stephanie Wagner. Flügelspielerin Paula Paradzik läuft traditionell gegen Heidelberg zur Hochform auf, im Hinspiel, das mit 89:66 recht klar an die BasCats ging, machte sie 23 Punkte. Eine prima Saison spielt auch Aufbau-Ass Julia Leiner. Die Breisgauerinnen verfügen über drei Centerinnen, die 1,90 Meter und größer sind.
Für Center Melanie Hoyt kommt der Einsatz möglicherweise noch zu früh. Foto: Andreas Gieser
Genau das könnte für die Heidelbergerinnen zum Problem werden, denn auf der Center-Position ist die Personaldecke dünn. Für Melanie Hoyt, die sich beim Hinspiel in Freiburg das Schienbeinköpfchen im rechten Bein brach, kommt der Einsatz mit hoher Wahrscheinlichkeit noch zu früh, doch die US-Amerikanerin steht dicht vor dem Comeback. Greta Metz ist krank, Anne Zipser nach Krankheit noch nicht voll genesen und auch Laurie Irthum ist nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Melina Karavassilis muss ebenfalls noch auf ihr Comeback warten. Folglich müssen wohl wieder wie gegen Bad Homburg mehrere Spielerinnen als Centerin in die Bresche springen, zum Beispiel Charisse Fairley oder Kelly Moten, die ohnehin immer viele Rebounds holt. Moten war beim Hinspiel in Freiburg mit 26 Punkten und achte Vorlagen die überragende Akteurin.
Greta Gomann und Lotta Simon könnten Stand heute Mitte Februar einsatzfähig sein. Ein Fragezeichen gibt es noch bei Carla Koch. Erfreulich ist, dass Anna-Lisa Wuckel nach ihrem Zehbruch wieder spielen kann. Ihre Aufbauqualitäten werden vor allem Kelly Moten und Jayla Oden entlasten.
Michael Rappe
So lief das Hinspiel am 8. Dezember 2025:
Stenogramm: 16:27 (10.), 39:46 (Halbzeit), 56:70 (30.), 66:89 (Endstand).
Freiburg: Paradzik 23/3, Wagner 14, Leiner 11, Gergelova 6, Gierlich 5/1, Busch 4, Huber-Saffer 2, Ouedraogo 1, K. Paradzik, Mbah, Eich.
USC BasCats: Moten 26/1, Oden 14/2, Hoyt 13, Laabs 11/3, Wuckel 9/3, Fairley 8/2, Koch 3/1, Irthum 2, Zipser 2, Schüle 1, Schramm-Bünning.
Rebounds (Freiburg/BasCats): 38:36 (Wagner 7, Team 7, Busch 5, Eich 5 – Fairley 9, Hoyt 5, Moten 5, Team 5)
Dreier: 18:41% (4/22:12/29)
Freiwurfquote: 74:88%
Assists: 14:19 (Eich 3 – Moten 8)
Steals: 2:11 (Gierlich 2 – Moten 4)
Michael Rappe
Beitragsbild: Aufbauspielerin Anna-Lisa Wuckel ist gegen Freiburg wieder einsatzbereit. Foto: Andreas Gieser