USC BasCats: Playoff-Start in Osnabrück

17 Apr. 2026

Für die USC BasCats Heidelberg gibt es im Playoff-Viertelfinale um den Aufstieg in die 1. Damen-Basketball-Bundesliga ein Déjà-Vu. Erneut treffen sie auf den BBC Osnabrück, gegen den sie im Vorjahr in der zweiten Playoff-Runde – damals waren noch 16 Teams in den Playoffs – in zwei Spielen ausschieden. Diesmal starten die Heidelbergerinnen in Osnabrück, Spielbeginn ist am Sonntag um 16 Uhr in der Schlosswallhalle. Das Rückspiel ist am 25. April um 17 Uhr im ISSW.

Osnabrück wurde in der 2. Liga Nord mit 18 Siegen und sechs Niederlagen Dritter. Im Schnitt erzielte das Team von Trainer Radion Gross – im Vorjahr saß noch Jörg Scherz auf der Trainerbank – 71 Punkte und kassierte 59 Zähler. Herausragende Spielerinnen sind Centerin Tonja Dölle (18 Punkte, 10 Rebounds im Schnitt) und Aufbauspielerin Annemarie Potratz-Bramscher. Erstligaerfahrung hat neben diesen beiden auch Flügelspielerin Melina Hagenbach.

„Osnabrück spielt schnell, körperlich und aggressiv“, sagt BasCats-Cheftrainer René Spandauw über den Gegner. „Die Kreise von Dölle, Potratz-Bramser und Hagenbach müssen wir einigermaßen eingrenzen.“ Spandauw sieht aber gute Chancen für sein Team, „wenn die Schlüsselspielerinnen gut sind und wenn wir mit dem Druck klarkommen.“ Vom Modus mit Hin- und Rückspiel hält er wenig, einen Vorteil sieht er im Heimrecht im zweiten Spiel kaum. „Aber ich hoffe auf einen knappen Sieg.“

Mit Schlüsselspielerinnen sind natürlich in erster Linie die Amerikanerinnen wie Kelly Moten, Melanie Hoyt und Jayla Oden gemeint. Von Moten wird erwartet, dass sie zum einen die nötige Ruhe reinbringt, zum anderen aber auch selbst die Akzente sitzt, wie sie das häufig, aber nicht immer in dieser Saison mit guten Statistiken gezeigt hat.

Die Stimmung im Team ist sehr gut, wie Kapitänin und Centerin Melanie Hoyt im Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung bestätigte. Die Vorfreude auf die Spiele ist groß. „Die Playoffs bringen den größten Wettbewerbscharakter und Fokus, sie sind es wert, die ganze Saison darauf hinzuarbeiten. Jetzt kommt die Zeit, die zählt. Mir würde die Meisterschaft sehr viel bedeuten.“

Personell sieht es so aus, dass Laurie Irthum wegen den Folgen ihrer Gehirnerschütterung ausfällt. Sie fehlte schon im Vorjahr sehr gegen Osnabrück. Zudem fehlt Greta Metz wegen des anstehenden Abiturs. Carla Koch ist noch fraglich.

Gemäß DBBL-Mitteilung haben zum 15. April alle zwölf jetzigen Erstligisten und zwei Zweitligisten eine Bundeslizenz beantragt. Die BasCats sind einer davon, über den zweiten Verein kann nur spekuliert werden. Es könnte sich um Jena handeln. Des Weiteren gibt es noch die Möglichkeit von „Wild Cards“, die für 15.000 Euro von jedem beantragt werden können.

Hier der Link zur DBBL-Mitteilung

Die weiteren Playoff-Viertelfinal-Paarungen

Michael Rappe

So liefen die Playoff-Duelle mit Osnabrück im Vorjahr:

Hinspiel (19.04.25): BasCats – Osnabrück 47:60

Stenogramm: 2:0 (1.), 3:9 (4.), 5:16 (7.), 7:19 (10.), 11:24 (13.), 11:30 (15.), 17:36 (Halbzeit), 25:39 (25.), 27:46 (28.), 32:46 (30.), 38:46 (33.), 43:52 (36.), 47:60 (Endstand)

USC BasCats Heidelberg: Iseyemi 12, Zipser 7, Simon 6, Bieg Salazar 6, Linder 5, Wroblewski 5, Schüle 2, Steins 2, Stamenkovic 2, Emanga.

BBC Osnabrück: T. Dölle 25/3, Arlt 10/2, K. Dölle 9/2, Kraushaar 9, Kreuzhermes 3/1, Müller 3, Nocke 1, Potratz, Behr.

Statistik (BasCats/Osnabrück):

Dreierquote: 0:38% (0/10:8/21)

Zweierquote: 38:38%

Freiwurfquote: 64:67%

Rebounds: 37:40 (Zipser 11, Iseyemi 6, Linder 6 – T. Dölle 9, Kraushaar 7, Müller 7)

Assists: 8:12 (Simon 2, Iseyemi 2, Zipser 2 – Potratz 3, Behr 3)

Turnover: 22:22

Rückspiel (27.04.25): Osnabrück – BasCats 61:53

Stenogramm: 0:2 (1.), 8:10 (5.), 15:12 (10.), 15:17 (12.), 22:25 (16.), 29:25 (19.), 29:28 (Halbzeit), 31:33 (22.), 36:38 (26.), 43:38 (27.), 45:40 (30.), 49:49 (34.), 57:50 (37.), 61:53 (Endstand).

BBC Osnabrück: Kraushaar 15, T. Dölle 12, Potratz 11/1, Strompen 8/1, Nocke 4, K. Dölle 3/1, Müller 3/1, Arlt 3/1, Herrschaft 2, Behr, Kreuzhermes.

USC BasCats Heidelberg: Bieg Salazar 10/1, Iseyemi 8, Zipser 8, Emanga 7/1, Simon 6/1, Linder 6, Steins 5/1, Stamenkovic 3/1, Wroblewski, Cooper, Schüle.

Statistik (Osnabrück/BasCats):

Dreierquote: 19:25% (5/27:5/20)

Zweierquote: 48:28%

Freiwurfquote: 67:84%

Rebounds: 50:37 (T. Dölle 14, Kraushaar 10, Team 9 – Zipser 10, Iseyemi 6, Team 5)

Assists: 9:6 (Müller 2 – Emanga 2, Bieg Salazar 2, Iseyemi 2)

Turnover: 14:13

Beitragsbild: Spielszene aus dem Vorjahr mit Anne Zipser, Osnabrücks Aufbauspielerin Annemarie Potratz-Bramscher und Lotta Simon. Foto: Andreas Gieser