Mit 87:59 gegen den Zweitliga-Konkurrenten MTV Stuttgart haben die USC BasCats Heidelberg das erste Testspiel in der Vorbereitung gewonnen. Dabei kam es zu zwei überraschenden Comebacks. Zwei Meisterspielerinnen von 2019 sind künftig wieder für die BasCats aktiv. Michala Würzner – besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Palenickova – und Olivia Nash-Becker.
Die Ehefrau von Academics-Crack Niklas Würzner hatte ihre Karriere vor zwei Jahren beendet und war Mutter geworden. Nun steigt die 29-Jährige wieder ein und soll mit gewohnt großer Energie und hohem Tempo die BasCats in der 2. Damen-Basketball-Bundesliga Süd zum Erfolg führen. Beim Testspiel gegen den MTV Stuttgart (87:53) am Samstag zeigte sie ihre Qualitäten, verteidigte bissig wie eh und je und zog unnachahmlich mit hohem Tempo zum Korb. Zwar hat die weitere Familienplanung Vorrang, doch bis dahin kann sie den BasCats auf jeden Fall weiterhelfen. Der neue Cheftrainer Niko Kuusi ist ein Verfechter des schnellen Basketballs, und dafür ist Michala Würzner geradezu prädestiniert. 2016 war sie aus Weiterstadt zum USC bekommen, spielte sich schnell in den Vordergrund und stieg mit den BasCats 2019 in die Bundesliga auf. Auch in der höchsten Spielklasse wurde sie zu einer dominierenden Figur. „Gegen Mischa spielt niemand gerne“, sagte ihr damaliger Trainer Dennis Czygan über die Defensivqualitäten seiner Flügelspielerin.
Energiebündel Michala Würzner ist wieder da. Foto: Lukas Müller
Beim Testspiel gegen Stuttgart saß ein weiteres bekanntes Gesicht direkt neben Niko Kuusi auf der Trainerbank. Olivia Nash-Becker gehörte ebenfalls zum Meisterteam 2019 und zeigte auf der Center-Position stets herausragende Leistungen, auch in der Bundesliga. Nach einem kurzen Intermezzo in Halle kehrte sie Ende 2020 noch einmal zu den BasCats zurück. Später heiratete sie den Fußball-Profi André Becker und lebt mit ihm in dessen Elternhaus in Heidelberg. Ob es wirklich zu einem längeren Engagement als Co-Trainerin kommt, hängt von ihrem Ehemann ab. Der ist derzeit vertragslos, und je nachdem, wohin es den Stürmer verschlägt, würde Olivia Nash-Becker wohl mitgehen. „Das kann morgen sein, aber auch erst Weihnachten“, meinte die 32-Jährige nach dem Spiel gegen Stuttgart.
Cheftrainer Niko Kuusi war mit der Leistung der BasCats schon ganz zufrieden. Der Finne ist ein ehrgeiziger Trainer, der von den Spielerinnen viel verlangt. „Es war der erste Test, insofern gab es gute und nicht so gute Dinge“, meinte er. Auffällig war die Wurfstärke von Antonia Schüle aus der Distanz, sie versenkte gleich fünf Dreier. Von den Neuzugängen kamen Kiyara Letlow, Marissa Pangalos und Lilith Maitra zum Einsatz, Lisa Berthold wartet nach ihrem Kreuzbandriss in der Vorsaison noch auf ihre Rückkehr aufs Spielfeld.
Am Samstag um 14.30 Uhr testen die USC BasCats in Bamberg. „Mal sehen, wer zur Verfügung steht“, sagte Cheftrainer Niko Kuusi. Seine Basketballphilosophie: Eine starke Team-Defense und dann schnell nach vorne spielen. Mit den Neuzugängen ist er durchweg zufrieden. „Das sind alles gute Charaktere, sie passen ins Team“
Die neue Saison in der 2. DBLL Süd beginnt für die BasCats am 26. September (17 Uhr, ISSW) mit einem Heimspiel gegen Jahn München. Die Generalprobe dafür ist am 18. September beim Bundesligisten Marburg.
Michael Rappe
Beitragsbild: Antonia Schüle versenkte im Testspiel gegen Stuttgart fünf Distanzwürfe. Foto: Lukas Müller