Mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger Jahn München beginnt für die USC BasCats Heidelberg die neue Saison in der 2. DBBL Süd. Sprungball ist am Samstag um 17 Uhr in der alten Halle des ISSW.
Die Zuschauer werden ganz viele neue Gesichter sehen. Das Trainerteam ist völlig neu, es gibt vier externe Neuzugänge und mit Michala Würzner eine sehr willkommene Rückkehrerin. Die Meisterspielerin von 2019 kehrt nach ihrer Babypause zurück und soll mit ihrem Tempo und ihrer Energie das Team voranbringen. Mit Oliva Nash gibt es eine weitere Rückkehrerin, sie wird als Co-Trainerin dem neuen Cheftrainer Niko Kuusi (bisher Angels Nördlingen) assistieren.
Zu den externen Neuzugängen: Mit der Kanadierin Kiyara Letlow ist eine neue Centerin vom College gekommen, die zu den erfolgreichsten Spielerinnen im Rebound im kanadischen Universitäts-Basketball zählte. Für den Aufbau kam die erfahrene Zyprierin Marissa Pangalos, die zuletzt in der schwedischen Profiliga für Uppsala gespielt hat und vom MTV Stuttgart die große Flügelspielerin Lilith Maitra. Aus dem Meisterteam der Regionalliga und dem U18-Juniorinnen-Bundesligateam rücken weitere Talente nach oben. Leider hat bei ihnen das Verletzungspech schon kräftig zugeschlagen, so dass einige mit Verletzungen lange ausfallen werden.
Neuzugang Marissa Pangalos wird mit Julia Wroblewski das Kapitänsamt ausüben. Foto: Lukas Müller
Die Zielsetzung bei den BasCats ist weiterhin zweigleisig, wie Jochen Kohlhaas, der Leiter Frauen-Basketball bei den USC BasCats, betont. „Im Zentrum unserer Philosophie steht die Entwicklung junger Spielerinnen“, sagte Kohlhaas. „Wir bieten Talenten nicht nur einen Kaderplatz, sondern echte Verantwortung auf Zweitliganiveau.“ Doch alleine mit Talentförderung sind die ambitionierten Ziele nicht zu erreichen. „Deshalb haben wir den Kader gezielt mit erfahrenen Kräften verstärkt“, meinte Kohlhaas zu den externen Neuzugängen.
Niko Kuusi (37) ist von seinem neuen Team sehr angetan. „Das Team hat einen sehr guten Charakter, ich habe den Eindruck, dass jeder voll integriert ist und alle sind sehr bescheiden“, lobte Kuusi. Die Ziele seien vielfältig. „Zum einen die jungen Spielerinnen wachsen lassen, dann das Final Four erreichen und das ganze Projekt Frauen-Basketball voranbringen.“
In der Süd-Liga dürfte Vorjahresmeister Falcons Bad Homburg wieder vorne zu erwarten sein, ebenso die Baskets Jena. Wasserburg werden Ambitionen nachgesagt, Würzburg ist nach einigen Abgängen wohl nicht mehr so stark. In diesem Kreis sehen sich auch die USC BasCats.
Erster Heimspielgegner am Samstag ist Aufsteiger Jahn München. Ein Neuling, der als durchaus konkurrenzfähig angesehen wird. Kopf des Teams ist die US-Amerikanerin Natalie Kleemann-Day (36), Maria Perner ist als sehr treffsichere Distanzschützin aus Wasserburger Zeiten gefürchtet. Ansonsten besteht der Kader von Jahn München aus vielen ganz jungen Talenten, die aus der hervorragenden Nachwuchsarbeit der letzten Jahre stammen. Jahn war in der U18-Bundesliga stets vorne zu finden. Die Heimspiele der USC BasCats finden zunächst weiterhin in der alten Halle des Sportinstitutes statt.
In der 2. Hauptrunde um den DBBL-Pokal müssen die Heidelbergerinnen wie schon im Vorjahr gegen den Ligakonkurrenten ASC Theresianum Mainz spielen, diesmal auswärts am 10. Oktober.
Kader USC BasCats, Center: Kiyara Letlow (Queens University), Greta Metz; Aufbau: Marissa Pangalos (Uppsala/Schweden), Michala Würzner (Rückkehr nach Babypause), Anna-Lisa Wuckel, Julia Wroblewski, Lotta Simon, Leonie Pfanzelt (WNBL), Seila Skrijelj (USC II); Flügel: Lisa Bertholdt (Angels Nördlingen), Lilith Maitra (MTV Stuttgart), Serafina Reder (USC II), Emma Blasen (USC II), Carla Koch, Antonia Schüle, Leni Schramm-Bünning, Melina Karavassilis.
Abgänge: Melanie Hoyt (Vimpeli Veto/Finnland), Kelly Moten (Kuvola/Finnland), Jayla Oden, Charisse Fairley, Laurie Irthum, Greta Gomann (alle Ziel unbekannt), Antonia Laabs (bereits während der letzten Saison), Anne Zipser (Karriereende).
Michael Rappe
Beitragsbild: Mit diesem Team gehen die USC BasCats in die neue Saison; hinten von links: Serafina Reder, Melina Karavassilis, Leni Schramm-Bünning, Kiyara Letlow, Greta Metz, Lisa Bertholdt, Antonia Schüle, Carla Koch; mittlere Reihe von links: Physiotherapeut Christos Karavassilis, Physiotherapeutin Sabrina Ehli, Uwe Wroblewski (Leiter Spielbetrieb), Ben Albert (Athletiktrainer), Niko Kuusi (Cheftrainer), Olivia Nash-Becker (Co-Trainerin), Lorena Heinrich (Sportlerinnen Betreuung), Dr. Markus Weber (Teamarzt), Doris Meschzan (Team-Managerin); vordere Reihe v. l.: Lilith Maitra, Julia Wroblewski, Lotta Simon, Anna-Lisa Wuckel, Seila Skrijelj, Michala Würzner, Emma Blasen, Marissa Pangalos. Es fehlt: Leonie Pfanzelt. Foto: Andreas Gieser