Die fast dreimonatige Serie an Niederlagen ist beendet. Der USC Heidelberg II gewann in der Regionalliga Baden-Württemberg 82:77 (20:11, 45:40, 70:53) nach einer intensiven und physischen Begegnung gegen die TSG Heilbronn REDS und verschaffte sich Luft im Abstiegskampf.
Neun Spieler waren es noch beim Aufwärmen, dann verletzte sich ein weiterer Akteur, so dass der USC II mit acht Spielern in die Partie ging. Auch aus dem NBBL-Kader stand niemand zur Verfügung.
Die Heidelberger starteten mit klarer Struktur und guter Energie in die Partie. Defensiv setzten sie früh den Ton und nutzten Ballgewinne konsequent zu Umschaltmomenten Offensiv fanden sie endlich den Rhythmus gefunden, der in den vergangenen Wochen gefehlt hatte. Ballbewegung, Raumaufteilung und Wurfauswahl waren deutlich verbessert, und die vorhandene Wurfqualität im Kader wurde effektiv genutzt. Die zwölf erfolgreichen Dreipunktewürfe unterstreichen diese Entwicklung.
Im dritten Viertel konnten sich der USC II durch defensive Stabilität und effiziente Abschlüsse absetzen. Im Schlussabschnitt führten jedoch mangelnde Erfahrung und ein kurzzeitiger Konzentrationsverlust dazu, dass Heilbronn den Rückstand verkürzen konnte. Es dauerte über viereinhalb Minuten, bis Stephan Jones einen Feldkorb erzielen konnte. Dadurch wirkte das Endergebnis knapper, als es über weite Strecken notwendig gewesen wäre. Gegen eine erfahrene und gut vorbereitete Mannschaft wie Heilbronn werden solche Phasen unmittelbar bestraft. Dreieinhalb Minuten vor Spielende war Heilbronn auf vier Punkte heran (72:76), der USC II schaukelte den Sieg aber nach Hause.
USC II: Gentischer 25/4, Schönit 12/4, Chatzidamianidis 11/2, Edmundson 11/1, Kant 9, Scheck 6, Jones 5, Agoussi 3.
Trainer Stefan Gagic: „Insgesamt war unsere Verteidigungsleistung über große Teile des Spiels auf hohem Niveau. Im Schlussabschnitt führten jedoch mangelnde Erfahrung und ein kurzzeitiger Konzentrationsverlust dazu, dass Heilbronn den Rückstand verkürzen konnte. Dadurch wirkte das Endergebnis knapper, als es über weite Strecken notwendig gewesen wäre. Gegen eine erfahrene und gut vorbereitete Mannschaft wie Heilbronn werden solche Phasen unmittelbar bestraft. Unter den gegebenen personellen Bedingungen hat die Mannschaft mentale Stabilität und Widerstandsfähigkeit gezeigt. Dieser Sieg ist sowohl tabellarisch als auch für unser Selbstvertrauen von Bedeutung. Heilbronn ist eine stabile und erfahrene Mannschaft, entsprechend hoch ist dieser Erfolg einzuordnen.“
Michael Rappe
Beitragsbild: Josia Gentischer glänzte mit 25 Punkten. Foto: Stephan Weindl