20 Spiele, 20 Siege – eindrucksvoller kann eine Mannschaft nicht Meister werden. Der USC Heidelberg II hat in der Basketball-Regionalliga Baden-Württemberg der Frauen diese großartige Leistung vollbracht und blieb auch am letzten Spieltag mit 83:65 (19:16, 37:32, 66:48) bei den TSG Schwäbisch Hall Flyers ungeschlagen.
Schwäbisch Hall zeigte von Beginn an, dass es ein Wörtchen um den Sieg mitsprechen wollte und ging direkt mit 6:2 in Führung. Der USC II hielt dagegen und übernahm die Führung. Das erste Viertel endete 19:16. Laurien Lummer erzielte acht ihrer 15 Punkte im ersten Spielabschnitt.
Auch das zweite Viertel blieb umkämpft. Immer wieder legten die USClerinnen einige Punkte vor. Darauf folgte stets der Konter der Gastgeberinnen. Bei ihnen hatte vor allem Tristen Sarah Coltom ein heißes Händchen. Sie kam insgesamt auf 29 Punkte (sechs Dreier) und wurde damit zur besten Werferin der Partie. Mit einem 37:32 ging es in die Halbzeitpause.
Im dritten Viertel zeigte sich ein ähnliches Bild. Kaum konnten die Gäste den Vorsprung um ein paar Punkte erhöhen, zog Schwäbisch Hall wieder nach und verkürzte. Hinzu kam, dass bei den USClerinnen die Würfe nicht fallen wollten und sie von der 30. bis zur 35. Minute fast nur durch Freiwürfe punkteten. Besonders erfolgreich dabei war Seila Skrijelj. Sie verwandelte sieben ihrer acht Freiwürfe und erzielte insgesamt neun Punkte. Ein erfolgreicher Drei-Punkte-Wurf von Frieda Rütz (sie kam insgesamt ebenfalls auf neun Zähler) sorgte dann für die Wende. Bis zum Ende des Viertels verwandelte Schwäbisch Hall lediglich zwei Freiwürfe, und die Gäste konnten die Führung auf 66:48 ausbauen.
Im Schlussviertel versuchte Schwäbisch Hall noch mal alles reinzulegen. Dennoch konnten sie den Abstand nicht mehr verkürzen. Bei den Heidelbergerinnen gelangen nun auch vermehrt erfolgreiche Drives zum Korb. Serafina Reder erzielte acht ihrer 17 Punkte im Schlussabschnitt und wurde damit beste Werferin ihres Teams. Lara Schierling erzielte über das Spiel verteilt zehn Punkte. Das Spiel endete 83:65 für die Heidelbergerinnen.
Nach dem Spiel überreichte Stevan Zagorac den Meisterpokal. Kommendes Wochenende geht es mit dem BBW-Pokal-Final-Four in Kirchheim unter Teck weiter, bevor am 3. und 10. Mai die Playoffs gegen den TV Langen stattfinden. Das erste Spiel findet in Heidelberg statt.
USC II: Reder 17, Lummer 15/2, Schierling 10, Rütz 9/2, Skrijelj 9, Bender 6, Großmann 6, Löffler 5/1, Raithel 4, Blasen 2.
Headcoach Dennis Czygan: „Wir wollten die Saison unbedingt ungeschlagen beenden. Schwäbisch Hall hat gut Paroli geboten und uns noch mal alles abverlangt. Wir haben die perfekte Saison gespielt, nun folgt mit Pokal und Aufstiegsspielen die Krönung.“
Trainer Jürgen Fuchs: „Offensiv punkten alle zehn Spielerinnen und wir werden ungeschlagen Meister. Dennoch lassen wir abermals in der Verteidigung über 60 Punkte zu. Dies wird der Schlüssel für die Playoff-Spiele.“
Beitragsbild: Der USC II nach der Meisterehrung in Schwäbisch Hall, Lisa Bender (Nr. 5) und Frieda Rütz präsentieren die Trophäe. Foto: privat