Ausgerechnet im Derby beim TSV Wieblingen ist der USC Heidelberg II in der Basketball-Regionalliga Baden-Württemberg der Männer in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Das Ergebnis fiel mit 94:51 (16:13, 40:22, 63:36) unerwartet deutlich aus. Damit zeigten die Heidelberger nach zuletzt zwei Niederlagen die erhoffte Reaktion.
Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel, dass der USC II mit 16:13 für sich entschied, übernahmen die Heidelberger zunehmend die Kontrolle. Vor allem im zweiten Abschnitt überzeugte die Mannschaft mit hoher Intensität und konsequenter Chancenverwertung. Mit einem 24:9 in diesem Viertel setzte sich USC deutlich ab und ging mit einer 40:22-Führung in die Halbzeitpause. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Team konzentriert, gewann das dritte Viertel 23:14 und legte im Schlussabschnitt mit weiteren 31 Punkten nach.
Ein wichtiger Faktor war die Treffsicherheit aus der Distanz. Heidelberg verwandelte insgesamt zwölf Dreipunktewürfe und konnte dadurch die offensive Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen. Goran Đošan war mit 21 Punkten der erfolgreichste Werfer der Heidelberger. John Kropp und Luis Scheck erzielten jeweils 13 Punkte, Marlon Lippe steuerte elf Zähler bei. Michael Schönit kam auf neun Punkte, Joshua Anthony Edmundson auf acht und Peace Osazee auf sieben Punkte.
Auch an der Freiwurflinie zeigte sich eine Verbesserung gegenüber der vorherigen Partie. Mit einer Quote von 63 Prozent war die Ausbeute zwar noch nicht auf dem gewünschten Niveau, dennoch ist die Entwicklung im Vergleich zum letzten Spiel ein positiver Schritt.
Trainer Stefan Gagic wollte das Ergebnis nicht überbewerten. TSV Wieblingen erwischte aus seiner Sicht nicht den besten Tag, weshalb der deutliche Endstand den tatsächlichen Leistungsunterschied möglicherweise größer erscheinen lässt, als er an diesem Abend war. Dennoch verdiene der Gastgeber Anerkennung.
USC II: Dosan 21/5, Kropp 13, Scheck 13, Lippe 11/1, Schönit 9/3, Edmundson 8/1, Osazee 7, Pflüger 6/1, Deglovic 4, Chatzidamianidis 2, Kessler.
Trainer Stefan Gagic: „„Für mich war es entscheidend, dass wir als Mannschaft Charakter zeigen. Ich wollte sehen, dass wir mit Energie, Leidenschaft und Zusammenhalt auftreten, in der Verteidigung aggressiv arbeiten und im Angriff den Ball teilen. Genau das hat die Mannschaft umgesetzt. Als Trainer ist es für mich besonders wichtig, dass wir auch in schwierigen Phasen als Team zusammenstehen und unsere Identität auf dem Feld zeigen. Die Mannschaft hat eine klare Antwort auf dem Spielfeld gegeben. Die Leistung in Wieblingen soll nun die Grundlage dafür sein, mit derselben Energie, defensiven Aggressivität und offensiven Uneigennützigkeit in die kommenden Aufgaben zu gehen.“
Michael Rappe
Beitragsbild: Goran Dosan versenkte in Wieblingen fünf Dreier und war mit 21 Punkten Topschütze. Foto: Stefan Weindl