USC BasCats: Siegesserie fortgesetzt

26 Okt. 2026

Mit 66:60 gewannen die USC BasCats Heidelberg am vierten Spieltag der 2. DBBL Süd bei den Bender Baskets Grünberg und errangen damit inklusive Pokal den vierten Pflichtspielsieg in Folge.

In einer über 40 Minuten hart umkämpften Partie war es vor allem die zyprische Nationalspielerin Marissa Pangalos, die den Weg zum Erfolg wies. Mit 31 Punkten, vier Rebounds, drei Ballgewinnen und drei Vorlagen war sie die überragende Akteurin. Grünberg wies die größeren Spielerinnen auf und das bekam vor allem BasCats-Center Kiyara Letlow zu spüren. Gegen Charlotte Kohl (1,93 Meter), Paula Kohl (1,89 Meter) und Alva Hedrich (1,88 Meter) stand sie weitgehend auf verlorenem Posten. Immerhin pflückte Letlow zehn Rebounds, und erstaunlicherweise ging die Reboundstatistik mit 52:42 an die BasCats. Die großen Grünbergerinnen schafften es aber immer wieder, Würfe zu blocken (9:3 Blocks).

Neben der Topleistung von Pangalos war eine Steigerung  in der Defensive – die BasCats ließen im vierten Viertel nur zehn Punkte zu – und Michala Würzners Treffsicherheit von der Freiwurflinie (5/6) entscheidend. Rundum überzeugend war die Leistung aber nicht. Die Trefferquoten waren schwach (17 Prozent aus der Distanz, 26 Prozent aus dem Feld). Und wer in einer harten Partie 34 Freiwürfe bekommt und nur 21 verwandelt, macht sich das Leben selbst schwer.

Erfreulich war das Comeback von Rachel Arthur, die in 15 Minuten mit je vier Punkten und Ballgewinnen andeutete, dass sie den Heidelbergerinnen weiterhelfen kann. 2019 gehörte sie zum Aufstiegsteam der USC BasCats und spielte dann für Heidelberg, Marburg, Keltern und Halle in der 1. Bundesliga. Nach zwei Kreuzbandrissen hat die 34-Jährige sich zurückgekämpft und dürfte mit ihrer Erfahrung den jungen Talenten weiterhelfen.

Am kommenden Samstag, 31. Oktober, 17 Uhr, erwarten die USC BasCats den vorjährigen Süd-Meister Falcons Bad Homburg im Sportinstitut.

Stenogramm: 16:14 (10.), 34:28 (Halbzeit), 50:48 (30.), 60:66.

Grünberg: Baker 13/1, Quapil 13, P. Kohl 8, E. Kramer 8, C. Kohl 7, P. Kramer 5/1, Hedrich 4, Seegräber 1, Schlebusch 1, Arnheiter.

BasCats: Pangalos 31/3, Schramm-Bünning 6, Schüle 5/1, Würzner 5, Arthur 4/1, Maitra 4, Wuckel 4, Wroblewski 3, Metz 2, Letlow 2, Skrijelj.

Rebounds: 42:52 (Team 9, Baker 7 – Team 14, Letlow 10, Metz 6)

Dreier: 12:17% (2/17:5/30)

Freiwurfquote: 76:68%

Assists: 18:16 (Quapil 6 – Pangalos 3, Wuckel 3)

Steals: 7:15 (Baker 4 – Arthur 4)

Turnover: 28:19

Stimmen zum Spiel:

Cheftrainer Niko Kuusi: „Ich bin froh über diesen Sieg. Es war ein hartes Spiel. Obwohl wir kleiner waren, haben wir den Rebound gewonnen. Für Kiyara war es zum ersten Mal ein richtig physisches Spiel und erstmals gegen größere Gegenspielerinnen. Unsere Defense war gut, wir haben nur 60 Punkte zugelassen. Es ist eigentlich egal, wer die Punkte macht, diesmal war Marissa der Kopf. Michala hat wichtige Freiwürfe verwandelt. Rachel hatte ein gutes Comeback, es ist der erste Schritt zu mehr Spielzeit.“

Marissa Pangalos: „Jedes Spiel ist es eine andere, die herausragt, heute war es wohl mein Tag. Aber wir machen eine Mannschaftssport, wir spielen füreinander und letztlich tue ich nichts anderes als alles Mögliche für einen Sieg meines Teams zu tun. Es war über 40 Minuten ein hartes und enges Spiel. Mal hatte Grünberg einen Run, mal wir. Ende des dritten Viertels/Anfang des vierten Viertels haben wir unsere Philosophie und Denkweise am besten aufs Feld gebracht.“

Rachel Arthur: „Es hat sich gut angefühlt, wieder für die BasCats zu spielen. 2019/2020 war das letzte Mal. Das Team hat mich sehr gut aufgenommen und ich kann mich glücklich schätzen, die Unterstützung zu haben und Hilfe auf meinem Weg zurück aufs Spielfeld zu bekommen. Das Spiel heute war hart, vielleicht sogar unansehnlich von unserer Seite. Am Ende waren wir in der Lage, ruhig und gelassen zu bleiben und das hat uns geholfen, den Sieg zu holen.“

Michael Rappe

Beitragsbild: Marissa Pangalos erzielte fast die Hälfte aller Heidelberger Punkte. Foto: Andreas Gieser