Basket Girls Rhein-Neckar: Elf Rookies im Kader

23 Okt. 2026

Am zweiten Spieltag der U18-Juniorinnen-Bundesliga (WNBL) verloren die Basket Girls Rhein-Neckar 64:72 (17:18, 34:34, 49:53) gegen die Talents BonnRhöndorf.

Den am ersten Spieltag aufgestellten Vereinsrekord mit zehn Rookies im Lineup konnten die Gastgeberinnen aus Heidelberg bei ihrer Heimspielpremiere sogar noch toppen, denn neben Kapitänin Leni Schramm-Bünning standen ganze elf Rookies im Lineup der Basket Girls. Erneut konnte der Spielbeginn mit hohem Einsatz und Tempo und aus einer guten Defense heraus erfolgreich gestaltet werden und man schnupperte zwischenzeitlich sogar fast an einem zweistelligen Vorsprung, ehe Konzentration und Einsatz wieder nachließen und unnötige Turnover und Fouls den Gästen aus Bonn zu einer Führung zum Viertelende verhalfen.

Der Beginn des zweiten Spielabschnitts war geprägt von teilweise hochklassigem Jugendbasketball auf Augenhöhe, ehe sich bei den Basket Girls erneut unnötige Fehler einschlichen, die den Gästen zu einem 8:1-Run verhalfen. Eine Auszeit des Heidelberger Trainergespanns brachte das Team jedoch wieder zurück auf die Spur und in den notwendigen Fokus, um dieses Mal angeführt von den beiden Youngstern Soala Depe Tchatchu und Hannah Pfanzelt dann erstmalig in der Saison einen eigenen Scoring-Run zum Viertelende zu generieren.

Leni Schramm-Bünning markierte gegen BonnRhöndorf 13 Punkte. Foto: Nicole Gieser

Die zweite Halbzeit war über weite Phasen und in vielen kleinen Details eine Kopie der zweiten Halbzeit am vergangenen Spieltag in Bad Homburg. Zu den vielen vergebenen Chancen gesellte sich wieder der eine oder andere vermeidbare Ballverlust und eine Unterlegenheit beim Rebound, vor allem unter dem eigenen Korb. Motivation und Wille waren jedoch ungebrochen und gerade im letzten Spielabschnitt wussten sich die Gäste in der Verteidigung mehrfach nur durch Fouls zu helfen. Leider zeigten die Basket Girls aber in dieser Phase des Spiels allesamt deutliche Schwächen von der Freiwurflinie und konnten nur drei ihrer letzten 16 Freiwürfe verwandeln.

Nun gilt es erneut an den Problemen und Schwächen des jungen Teams zu arbeiten, aber vor allem auch die positiven Dinge mitzunehmen und fortzusetzen. Der enge und intensive Spielplan der WNBL lässt hierbei nur relativ kleine Schritte zwischen den Spieltagen zu, die aber zwingend gegangen oder möglichst ab und zu auch mal gesprintet werden müssen, um die Entwicklungskurve weiterhin positiv zu gestalten.

Basket Girls Rhein-Neckar: Schramm-Bünning 13, Schäfer 10, Pfanzelt 10/1, Depe Tchatchu 8, Krätz 7, Jones 5, Sailer 4/1, Glasauer 3/1, Alicajic 2, Ballmann 2, Merker, Mägi.

Spielerin Anesa Alicajic: „Wir sind gut ins Spiel gestartet und konnten gut mithalten. In der Defense waren wir teilweise aggressiv, aber oft noch einen Schritt zu langsam und hatten Probleme mit den Rebounds. Die Timeouts haben uns geholfen, uns kurz zu sammeln und neu zu fokussieren. Ich denke, wir können aus dem Spiel noch einiges mitnehmen, um in den nächsten Spielen noch mehr Energie und Hustle aufs Feld zu bringen.“

Michael Rappe

Beitragsbild: Larissa Schäfer überzeugte gegen BonnRhöndorf mit zehn Punkten. Foto: Christian Pfanzelt