JBBL: 1. Matchball vergeben

20 März 2026

Die U16 des USC Heidelberg hat das zweite Spiel der Best-of-Three-Serie in den JBBL-Play-Downs gegen die Bamberg Baskets mit 57:68 verloren. Damit steht es in der Serie nun 1:1, sodass am kommenden Sonntag in Bamberg das entscheidende dritte Spiel über den Ausgang der Serie entscheiden wird.

Vor heimischem Publikum im ISSW alt zeigte der USC Heidelberg zunächst eine ordentliche erste Halbzeit. Die Mannschaft startete konzentriert in die Partie und konnte das Spiel lange offen gestalten. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (14:15) gelang es dem USC im zweiten Abschnitt, defensiv stabiler zu stehen und offensiv bessere Lösungen zu finden. Mit einem 20:10 im zweiten Viertel ging Heidelberg mit einer 34:25-Führung in die Halbzeitpause. Die USC-Jungs hatten mehrfach die Möglichkeit, den Vorsprung weiter auszubauen und vielleicht bereits eine kleine Vorentscheidung zu erzwingen. Diese Chancen wurden jedoch nicht konsequent genutzt, sodass Bamberg weiterhin in Schlagdistanz blieb.

Nach der Pause kippte das Spiel jedoch. Das dritte Viertel entwickelte sich aus Heidelberger Sicht zu einer sehr schwierigen Phase. Bamberg erhöhte die Intensität und kam offensiv deutlich besser in Rhythmus, während Heidelberg zunehmend Probleme hatte, gute Abschlüsse zu kreieren. Mit einem 18:7-Viertel drehten die Gäste das Spiel und gingen mit einer knappen Führung in das Schlussviertel.

Auch im letzten Abschnitt gelang es dem USC nicht mehr, an die Leistung aus der ersten Halbzeit anzuknüpfen. Bamberg nutzte seine Chancen konsequenter und baute den Vorsprung weiter aus. Am Ende stand eine 57:68-Niederlage für Heidelberg.

Auffällig war, dass der große Kampf und der starke Teamgeist, der im ersten Spiel in Bamberg noch entscheidend für den Overtime-Sieg gewesen war, diesmal über weite Strecken fehlte. Offensiv tat sich der USC schwer und traf nur 34 Prozent seiner Würfe aus dem Feld sowie lediglich zwei von 23 Dreipunktewürfen. Auch von der Freiwurflinie ließ das Team zu viele Punkte liegen: Nur 11 von 24 Freiwürfen fanden ihr Ziel. Zudem fehlte es Heidelberg an der sonst so typischen Schnelligkeit im Umschaltspiel.

Lediglich zwei Fast-Break-Punkte erzielte der USC – eigentlich eine der großen Stärken der Mannschaft. Hinzu kamen zahlreiche Ballverluste, besonders nach der Pause. Insgesamt leistete sich das Team viele Turnover, allein 21 davon in der zweiten Halbzeit, was Bamberg immer wieder einfache Punkte ermöglichte.

Beste Punktesammler auf Heidelberger Seite waren Peace Osazee mit 18 und Fin Agena mit 13 Punkten. Unter dem Korb zeigte Lando Kohn erneut eine starke Präsenz und sammelte 14 Rebounds.

Durch die Niederlage ist die Serie nun wieder völlig offen. Am kommenden Sonntag kommt es in Bamberg zum entscheidenden dritten Spiel. Dort wird sich zeigen, welches Team sich am Ende in der Best-of-Three-Serie durchsetzen kann. Sicher ist: Für den USC Heidelberg wird es erneut einen großen Kampf brauchen, um die Serie für sich zu entscheiden.

Michael Rappe

USC: Osazee 18/2, Agena 13, Herzenstiel 9, Fischer 7, Gojak 7, Kohn 3, Havasi, Moukagny, Starke, Janik.

Ergebnisse Playdowns

Weitere Infos zur JBBL

Beitragsbild: Peace Osazee steuerte 18 Punkte bei. Foto: Lukas Adler