USC BasCats: Melanie Hoyt in Galaform

22 März 2026

Drittes Duell – dritter Sieg! Nach dem Saisonauftaktsieg gegen den ASC Theresianum Mainz und dem Erfolg im DBBL-Pokal Ende Oktober haben die USC BasCats Heidelberg in der 2. DBBL Süd auch in Mainz souverän mit 85:57 gewonnen. Damit verteidigten sie den zweiten Platz, Jena ist nach dem Sieg gegen Stuttgart jedoch weiter punktgleich.

Die BasCats verteidigten vor allem im ersten Viertel hervorragend und ließen nur neun Punkte zu. Immer wieder wurde Melanie Hoyt unter dem Korb gefunden, was die US-Amerikanerin zu 28 Punkten nutzte. Nach ihrem Bestwert im Pokalspiel gegen die Mainzerinnen (27) erzielte die Kapitänin nun also ihren persönlichen Rekord, seit sie für Heidelberg spielt. Mit sechs Rebounds gewann sie auch das direkte Duell mit Alina Dötsch.

Mainz punktete wie üblich vor allem durch seine US-Amerikanerin Taylor Golombiewski, die sich allerdings auch acht Ballverluste leistete. Jordan Barron holte die meisten Rebounds (neun). Während bei Mainz nur sechs Spielerinnen punkteten, waren es bei den BasCats zehn. Zur Halbzeit war beim 56:29 schon alles entschieden. Bemerkenswert war vor allem die geringe Anzahl an Ballverlusten (insgesamt zehn).

In der zweiten Halbzeit ließen die Gäste offensiv nach und erzielten „nur“ noch 29 Punkte. Grund war eine schlechtere Wurfauswahl. Sonst hätte die Dreierquote wohl bei rund 50 Prozent gelegen. Cheftrainer René Spandauw testete verschiedene Aufstellungen und nahm in Kauf, dass das letzte Viertel 12:13 verloren ging. Erfreulich war aber, dass Serafina Reder im zweiten Zweitligaspiel gut achteinhalb Minuten Einsatzzeit bekam und drei Ballgewinne verzeichnete. Julia Wroblewski verletzte sich in der ersten Halbzeit am Sprunggelenk und wurde zur Schonung danach nur noch rund drei Minuten eingesetzt.

Am kommenden Samstag empfangen die USC BasCats Heidelberg zum vorletzten Heimspiel der Hauptrunde die Baskets Bamberg. Spielbeginn ist um 17 Uhr in der alten Halle des ISSW.

Michael Rappe

Stenogramm: 2:10 (2.), 6:15 (5.), 9:27 (10.), 15:31 (13.), 27:44 (17.), 27:56 (19.), 29:56 (Halbzeit), 37:62 (25.), 44:73 (30.), 51:77 (34.), 57:85 (Endstand).

Mainz: Golembiewski 22/1, Barron 15, Kriebel 11/1, Dötsch 5, Schürer 2, Reitz 2, Boyke, Kröhl, Fromm, Steiner.

USC BasCats: Hoyt 28, Moten 13/3, Wuckel 9/1, Schüle 8/2, Simon 8, Oden 6, Gomann 5/1, Fairley 3/1, Wroblewski 3/1, Zipser 2, Reder, Skrijelj.

Rebounds (Mainz/BasCats): 35:40 (Barron 9, Golembiewski 7, Dötsch 5 – Gomann 8, Hoyt 6, Moten 5)

Dreier: 14:36% (2/14:8/22)

Freiwurfquote: 79:64%

Assists: 7:17 (Dötsch 4 – Gomann 5)

Steals: 7:15 (Dötsch 3 – Moten 4)

Michael Rappe

Stimmen zum Spiel:

Cheftrainer René Spandauw: „Wir wollten den Rebound besser gestalten und viel über Melanie spielen. Das ist gelungen. Wir haben lediglich sechs Offensivrebounds abgegeben, das ist überragend. Wir sind viele Fastbreaks gelaufen und haben dadurch viele einfache Punkte herausgespielt. In der zweiten Halbzeit war die Wurfauswahl nicht mehr so gut. Außer Mel und Serafine Reder kann ich keinen herausheben. Die drei Steals von Serafina sind echt toll. Es macht riesigen Spaß, mit dieser Mannschaft zu arbeiten.“

Julia Wroblewski: „Unser Ziel war es, das Spiel über die Defense zu gewinnen. Nach einer guten Trainingswoche sind wir stark gestartet und konnten uns durch aggressive Verteidigung einfache Abschlüsse erarbeiten. Besonders wichtig war, dass wir im ersten Viertel nur neun Punkte zugelassen haben. Ich bin stolz darauf, dass wir den Fokus immer mehr auf die Verteidigung legen und so die Gegner aus ihrem Spiel bringen. Das macht mir, wie viele wissen, am meisten Spaß. Jetzt gilt es, daran anzuknüpfen, als Team weiter zusammenzuarbeiten, die Trainingsintensität hoch zu halten und am Samstag gegen Bamberg zu zeigen, dass wir uns einen Platz in den Playoffs verdient haben. Kommt vorbei und unterstützt uns!“

Serafina Reder: „Am Anfang war ich ein bisschen aufgeregt, aber durch die hohe Intensität fiel es mir einfacher, mich anzupassen. Ich habe einen guten Einblick über das Niveau der 2. Bundesliga bekommen, und das hat mir nochmal klarer gezeigt, wo ich hin will. Was mich besonders angetrieben hat, war das Team, das mich bei jeder Entscheidung unterstützt hat.“

Michael Rappe

Ergebnisse

Tabelle

Beitragsbild: Melanie Hoyt spielte in Mainz groß auf und war mit 28 Punkten Topscorerin. Foto: Andreas Gieser