Es ist wie verhext, aber dem USC Heidelberg II will in der Basketball-Regionalliga Baden-Württemberg der Männer einfach kein Sieg mehr gelingen. Am 22. November gab es mit 84:82 gegen KKK Haiterbach das letzte Erfolgserlebnis. Damals war der USC II mit acht Siegen und zwei Niederlagen ganz oben mit dabei, nun steht er bei acht Siegen und zehn Niederlagen auf Rang elf.
Der USC musste mit einer verkürzten Rotation ins Spiel gehen, was in einer physisch intensiven Begegnung kein Vorteil ist. Es fehlten Marlon Lippe, Franck Agoussi, Lukas Pflüger, Stephan Jones, Malte Thomas und Nathan Golly.
Erneut hatte der USC II zu Beginn Probleme, seinen offensiven Rhythmus zu finden. Tübingen ging im ersten Viertel mit 18:11 in Führung, sodass die Heidelberger früh in eine Aufholjagd gezwungen wurden. Zwar reagierten sie mit einem 9:1-Lauf und stabilisierten das Spiel, doch der frühe Rückstand kostete zusätzliche Energie, was sich im weiteren Verlauf bemerkbar machte.
Im zweiten Viertel agierte der USC II auf Augenhöhe, entschied den Abschnitt knapp für uns, lag zur Halbzeit jedoch weiterhin mit 34:28 zurück. Im dritten Viertel setzten die Schützlinge von Trainer Stefan Gagic den defensiven Matchplan weitgehend gut um und begrenzten die Wirkung der Tübinger Schlüsselspieler. Dennoch trafen die Gastgeber wichtige Würfe in entscheidenden Momenten. Zudem übernahmen Spieler Verantwortung, von denen es nicht primär erwartet wurde und erzielten wichtige Punkte. Insgesamt verwandelten die Gastgeber zwölf Dreipunktewürfe – ein entscheidender Faktor.
Im Schlussviertel zeigte Heidelberg Charakter. Ein 11:0-Lauf brachte die Gäste zurück ins Spiel und kurzzeitig in Führung. Sie blieben diszipliniert und kämpften bis zur letzten Aktion. In den entscheidenden Momenten agierte Tübingen jedoch abgeklärter und schloss die Partie konsequenter ab.
USC II: Rouimyate 13/2, Gentischer 13, Edmundson 9/3, Scheck 9, Schönit 8/2, Chatzidamianidis 8, Kant 3, Kropp.
Trainer Stefan Gagic: „Aus meiner Sicht haben wir uns größtenteils an unseren Spielplan gehalten, insbesondere defensiv gegen ihre Leistungsträger. Unser wiederkehrendes Problem bleibt jedoch bestehen: Wir finden zu Beginn offensiv keinen stabilen Rhythmus und geraten dadurch früh unter Druck. Wenn unser Angriff nicht auf dem gewünschten Niveau funktioniert, werden kleine Fehler und verpasste Chancen spielentscheidend. Trotz der Niederlage erkenne ich den Einsatz der Mannschaft an. Wir haben bis zum Ende gekämpft und nicht aufgegeben. Dennoch müssen wir in Effizienz und Entscheidungsfindung in den entscheidenden Phasen zulegen, wenn wir andere Ergebnisse erzielen wollen.“
Michael Rappe
Beitragsbild: Joshua Antony Edmundson verwandelte drei Distanzwürfe. Foto: Stephan Weindl