Mit 78:87 endete die jüngste Siegesserie des USC Heidelberg II in der Basketball-Regionalliga Baden-Württemberg bei KKK Haiterbach. In einem sehr intensiven Spiel in der Kuckuckshalle gelang es den Heidelbergern nicht, auf die physische Spielweise des Gegners ausreichend zu reagieren. Haiterbach konnte über weite Strecken seinen Stil durchsetzen, was letztlich den Unterschied ausmachte.
Zu Beginn war die Partie ausgeglichen. Beide Mannschaften wechselten sich in der Führung ab, und das erste Viertel endete mit einem 21:21. Mit zunehmender Spieldauer gelang es Haiterbach jedoch immer mehr, die körperliche Intensität zu bestimmen. Die Gäste hatten Schwierigkeiten, diese Physis anzunehmen, wodurch ihr Rhythmus auf beiden Seiten des Feldes gestört wurde.
Ein entscheidender Faktor waren die vielen unnötigen Fehler. Die USCler produzierten zu viele Ballverluste verschenkten einige Angriffe durch unkluge Entscheidungen und fehlende Kontrolle unter Druck. Diese Situationen nutzte Haiterbach, um einfache Punkte zu erzielen und vor allem im zweiten und dritten Viertel Momentum aufzubauen.
Auch defensiv gab es Phasen, in denen bei Heidelberg die nötige Konzentration fehlte. In einzelnen Situationen war das Team in der Rotation zu spät, verlor Zuordnungen oder ließ offene Würfe zu – Fehler, die eine Mannschaft wie Haiterbach konsequent bestraft. Hinzu kam die kurze Rotation.
USC II: Vengert 22/3, Scheck 16/2, Agoussi 11/3, Kropp 10, Thomas 7, Jones 6, Gentischer 3/1, Chatzidamianidis 3/1.
Trainer Stefan Gagic: „Wir sind mit nur acht Spielern zu diesem Auswärtsspiel angereist, was in einem physisch geführten Spiel immer ein Nachteil ist. Mit weniger Wechselmöglichkeiten wird es schwieriger, über 40 Minuten die notwendige Energie und Intensität aufrechtzuerhalten, besonders gegen eine Mannschaft, die konstant Druck ausübt. Trotz eines zwischenzeitlich zweistelligen Rückstands hat die Mannschaft im letzten Viertel weiter gekämpft und den Abstand noch einmal verkürzt. Die zuvor entstandenen Fehler und unsere Schwierigkeiten, die physische Spielweise des Gegners konstant zu beantworten, hatten jedoch bereits einen zu großen Rückstand verursacht.“
Michael Rappe
Beitragsbild: Luis Scheck (hier im Derby gegen Wieblingen) erzielte in Haiterbach 16 Punkte. Foto: Stephan Weindl