Das Glück ist dem USC Heidelberg II in der Basketball-Regionalliga Baden-Württemberg der Männer weiterhin nicht hold. Bei Lokomotive Göppingen verloren die Heidelberg knapp mit 76:79 (16:23, 34:40, 54:50). Trotz der Niederlage zeigte die Mannschaft im Vergleich zum vorherigen Spiel eine deutliche Reaktion. Mit mehr Energie, Einsatzbereitschaft und dem klaren Willen, die Partie für sich zu entscheiden, lieferte der USC II dem erfahrenen Gastgeber einen offenen Schlagabtausch bis in die Schlusssekunden. Mit nur einem Sieg aus fünf Spielen ist Heidelberg nur noch zwei Punkte vom Tabellenende entfernt.
Die Begegnung war über weite Strecken ausgeglichen und von zahlreichen Führungswechseln geprägt. Göppingen erwischte den besseren Start und ging mit einer 23:16-Führung aus dem ersten Viertel. Heidelberg ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen, kämpfte sich zurück und übernahm im zweiten Viertel zwischenzeitlich die Führung. Auch nach der Pause blieben die Gäste konzentriert und entschlossen. Mit einem starken dritten Viertel, das der USC II mit 20:10 für sich entschied, ging das Team mit einer knappen 54:50-Führung in den Schlussabschnitt.
Dort entwickelte sich ein intensiver Kampf um den Sieg. Lukas Pflüger übernahm offensiv Verantwortung und erzielte zwölf seiner insgesamt 21 Punkte im letzten Viertel. Dennoch gelang es Göppingen, in der entscheidenden Phase das Momentum auf die eigene Seite zu ziehen. Ein 8:0-Lauf der Gastgeber brachte den USC in den Schlussminuten in Schwierigkeiten. Zwei offene Dreipunktewürfe, die Heidelberg in den letzten 90 Sekunden zuließ, erwiesen sich als besonders bitter.
Ein weiterer entscheidender Faktor waren die Freiwürfe. Die Heidelberger verwandelten lediglich 14 von 24 Versuchen und kamen damit auf eine Quote von 58 Prozent. In einer Partie, die bis zum Schluss auf Messers Schneide stand, ließ die Mannschaft dadurch wichtige Punkte liegen. Zusammen mit einigen Konzentrationsfehlern in der Schlussphase reichte es am Ende trotz einer engagierten Leistung nicht zum Auswärtssieg.
Neben Pflüger, der mit 21 Punkten bester Heidelberger Werfer war, überzeugten auch Marlon Lippe mit 14 Punkten, Goran Đošan mit neun sowie Malte Thomas mit neun Punkten. Mike Pindur und Luis Scheck steuerten jeweils acht Punkte bei.
USC II: Lippe 10, Schönit 9/3, Chatzidamianidis 9, Scheck 9, Edmundson 7/1, Dosan 4/1, Pflüger 3/1, Pindur 2, Deglovic, Friese.
Trainer Stefan Gagic: „Auch wenn die Enttäuschung über die knappe Niederlage groß ist, können wir aus dieser Begegnung wichtige Erkenntnisse mitnehmen. Die Mannschaft zeigte die gewünschte Reaktion und trat mit deutlich mehr Energie und Entschlossenheit auf als im vorherigen Spiel. Nun gilt es, diese Intensität beizubehalten, die Konzentration über die gesamte Spielzeit hochzuhalten und insbesondere an der Freiwurfquote zu arbeiten. In einer so engen Liga entscheiden oft Kleinigkeiten – und genau diese gilt es in den kommenden Spielen besser zu kontrollieren.“
Michael Rappe
Beitragsbild: Lukas Pflüger war mit 21 Punkten bester USC-Werfer. Foto: Stefan Weindl