Saison 1973/1974

Deutscher Vizemeister

Aufgebot:
Horst Herrmann, Hans-Peter Kaltschmitt, Dietrich Keller, Eckhard Lachenauer, Wolfgang Lachenauer, Hans Riefling, Harald Rupp, Jochen Schmitt, Detlef Schöpf, Christoph Staiger, Hans-Joachim Strüven, Mike Wells, Walter Wieland
Trainer: Hans Leciejewski

Die Vereine der Bundesliga Süd:
BC Augsburg (Aufsteiger), 1. FC Bamberg, MTV Gießen, USC Heidelberg, ADB Koblenz (Aufsteiger), USC Mainz, Bayern München, USC München

Gegenüber der Meistermannschaft des Vorjahres gab es deutliche Veränderungen. Für Dick Stewart übernahm nun Hans „Lambi“ Leciejewski den Trainerposten. Aus Osnabrück war der Nationalspieler Harald Rupp, aus Hamburg der Juniorennationalspieler Hans-Joachim Strüven zum USC gekommen. Zum Kader gehörten nun auch wieder Eckhard Lachenauer und neu die talentierten Junioren Jochen Schmitt und Hans-Peter Kaltschmitt. Für Verstärkung aus Übersee sollte Mike Wells, ein Halbindianer aus South Dakota, sorgen. Er konnte dann allerdings erst für die Endrunde verpflichtet werden, so dass der USC in der Hauptrunde der BL Süd ohne Ausländer auskommen musste.

Der Vizemeister von 1974. Stehend von links: Trainer Leciejewski, Wells, Kaltschmitt, E. Lachenauer, Rupp, Staiger, Strüven, W. Lachenauer, Schöpf, Keller, Betreuer „Pulver“ Kaiser Sitzend von links: Riefling, Herrmann, Schmitt; es fehlt Walter Wieland (Slg. Wolfgang Lachenauer).

Der Vizemeister von 1974
Stehend von links: Trainer Leciejewski, Wells, Kaltschmitt, E. Lachenauer, Rupp, Staiger, Strüven, W. Lachenauer, Schöpf, Keller, Betreuer „Pulver“ Kaiser
Sitzend von links: Riefling, Herrmann, Schmitt; es fehlt Walter Wieland (Slg. Wolfgang Lachenauer).

Abgewandert war Friedhelm Berres, während der Diplom-Ingenieur Hilar Geze beruflich bedingt pausieren musste.

Der Titelverteidiger konnte sich mit nur drei Niederlagen (gegen Gießen, in Bamberg und beim USC München) auf dem zweiten Platz in der BL Gruppe Süd sicher für die Endrunde qualifizieren.

Spielergebnisse des USC in der BL-Hauptrunde

USC – FC Bamberg 82:63 (38:33)
USC: Schmitt 4, Kaltschmitt, Staiger 16, Schöpf, Keller 20, Herrmann 2, W. Lachenauer 7, Wieland 8, Strüven 10, Riefling 15
1. FC: Voigt 2, Leitherer 6, Bunse 8, Brand 4, Schitthof 6, Bauer, Reichmann 10, Wade 20, Bläsius 7, Mühling

Bayern München – USC 63:85 (33:47)
FCB: Scheidegg 10, Dr. Puscasiu 4, Schüller, May 10, Meyer 13, Ritter 15, Renner 11, Schmalz, Gwodzik
USC: Schmitt 2, Kaltschmitt 5, Staiger 8, Schöpf 5, Keller 25, Herrmann 10, W. Lachenauer 16, Wieland 4, Strüven 6, Riefling 4

USC – ADB Koblenz 88:57 (47:15)
USC: Schmitt 1, Kaltschmitt 7, Staiger 17, Schöpf 13, Keller 17, Herrmann 6, Wieland 8, Strüven 9, Riefling 10
ADB: Dörrhöfer 4, Hackenberg 6, Stein 6, Chapman 19, Ferrari 12, Kranich 1, Rudolph, Krieg, Schurkus 9, Tatzel

USC HD – USC München 65:59 (37:23)
HD: Schmitt 8, Kaltschmitt, Staiger 8, Schöpf 3, Keller 23, Herrmann 5, Wieland 2, Strüven 4, Riefling 12
M: Jekeli 14, Pethran 8, Cooper 1, Reiter 9, Moser 9, Geschwindner 12, Kronawitter, Matheis 6

Böwe Augsburg  – USC 65:75 (28:40)
Böwe: Roider 4, Rottl 11, Niklas 28, Spindler, Renton 2, Degle, Reischl 7, Friedenberger 8, Ries 5
USC: Schmitt 2, Kaltschmitt 12, Staiger 6, Schöpf 2, Keller 20, Herrmann 4, W. Lachenauer 3, Wieland 8, Strüven 8, Riefling 10

USC Mainz  – USC HD 56:72 (28:28)
MZ: Gaber 2, Merk, Wucherer 6, Tüttenberg 8, Rönnberg 8, Berres 2, M. Werner 5, K. Werner 5, Scholz 18, Kreutz 2
HD: Schmitt, Staiger 4, Schöpf 2, Keller 26, Herrmann, W. Lachenauer 5, Wieland 8, Strüven 4, Riefling 15, Rupp 8

USC – MTV Gießen 51:55 (31:27)
USC: Schmitt 4, Rupp 4, Kaltschmitt 6, Staiger 3, Keller 14, E. Lachenauer, W. Lachenauer 1, Wieland 2, Strüven 4, Riefling 13
MTV: Koski 17, Jungnickel 2, Hess 4, Ampt 2, Decker 6, Peters 5, Breitbach 4, U. Strack 7, Bauernfeind 4, Minor 4

FC Bamberg  – USC 86:72 (28:28)
1. FC: Voigt 6, Leitherer, Brand 28, Schitthof 14, Bauer, Reichmann 7, Wade 28, Bläsius 3, Mühling, Pfeifer
USC: Schmitt 2, Rupp 8, Kaltschmitt 6, Staiger 8, Keller 28, Herrmann, W. Lachenauer 4, Wieland, Strüven 6, Riefling 10

USC – Bayern München 117:55 (56:22)
USC: Schmitt 6, Kaltschmitt 2, Staiger 22, Schöpf 14, Keller 38, W. Lachenauer 11, Wieland, Riefling 8, Rupp 14, E. Lachenauer 2
FCB: Scheidegg 11, Schüller 6, Meyer 4, Ritter 13, Renner 12, Flürschütz 4, Tomic 7

ADB Koblenz  – USC 66:74 (25:40)
ADB: Baehr 6, Hackenberg 18, Stein 8, Chapman 21, Ferrari 10, Kranich, Rudolph, Krieg, Schurkus 3, Tatzel
USC: Schmitt, Kaltschmitt, Staiger 13, Schöpf 4, Keller 23, W. Lachenauer 6, Wieland 2, Strüven, Riefling 20, Rupp 6

USC München – USC HD 82:76 (42:40)
M: Jekeli 28, Pethran 10, Cooper 2, Reiter 7, Diekmann 8, Moser 16, Geschwindner 9, Kronawitter 2, Berg
HD: Schmitt, Staiger 7, Schöpf 2, Keller 25, Herrmann, Wieland 2, W. Lachenauer, Strüven 12, Riefling 14, Rupp 14

USC HD – USC Mainz 90:56 (51:27)
HD: Kaltschmitt 4, Staiger 10, Schöpf 2, Keller 22, Herrmann, W. Lachenauer 12, Wieland 4, Strüven 6, Riefling 6, Rupp 24
MZ: Gaber 8, Merk, Wucherer 11, Tüttenberg 10, Rönnberg 6, Berres 12, K. Werner 4, Scholz 2, Zimmermann 1, Kreuz 2

USC – Böwe Augsburg 114:68 (61:32)
USC: Schmitt 10, Staiger 9, Schöpf 12, Keller 24, Herrmann 8, W. Lachenauer 17, Wieland 14, Riefling 2, Rupp 10, E. Lachenauer 8

MTV Gießen – USC 62:66 (37:26)
MTV: Bernath 2, Koski 14, Jungnickel 19, Hess 2, Ampt 3, Decker 13, Peters 2, Breitbach 2, U. Strack 2, D. Strack 3
USC: Schmitt, Kaltschmitt 6, Staiger 12, Schöpf 4, Keller 18, Wieland 2, W. Lachenauer 10, Strüven 3, Riefling 9, Rupp 2

Abschlusstabelle der BL Süd in der Saison 73/74

1. MTV 1846 Gießen 26:2 Punkte +424 Körbe
2. USC Heidelberg 22:6 Punkte +234 Körbe
3. USC München 16:12 Punkte +106 Körbe
4. 1. FC Bamberg 16:12 Punkte +24 Körbe
5. ADB Koblenz 15:13 Punkte +16 Körbe
6. USC Mainz 8:20 Punkte -163 Körbe
7. BG Augsburg 5:23 Punkte -319 Körbe
8. Bayern München 4:24 Punkte -322 Körbe

Die Korbjägerliste der BL Süd führte Nationalcenter Didi Keller (USC Heidelberg) unangefochten mit 323 Punkten an. Auf den Plätzen folgten Chapman/Koblenz (299), Wade/Bamberg (274), Geschwindner/USC München (245), Koski/Gießen (232), Niklas/Augsburg (227), Pethran/USC München (220), Jekeli/USC München (210), Jungnickel/ Gießen (204) und Ritter/Bayern München (197).

Erst in der Endrunde konnte der USC den US-Amerikaner Mike Wells einsetzen. In der Endrundengruppe 2 erreichte der USC nach Heimsiegen gegen Nordmeister SSV Hagen und den Norddritten MTV Wolfenbüttel (mit Trainer Dr. Hannes Neumann und Spieler Joe Loibl) sowie zwei Siegen gegen den Süddritten USC München mit 8:4 Punkten den 2. Platz hinter dem punktgleichen SSV Hagen.

Endrundenergebnisse des USC

USC – MTV Wolfenbüttel 77:58 (38:26)
USC: Kaltschmitt, Staiger 7, Schöpf, Keller 22, W. Lachenauer 3, Wieland, Strüven 13, Riefling 15, Rupp 10, Wells 7
MTV: Wohlers 13, Knopke 8, M. Ammon 6, Scharf, P. Ammon, Loibl 5, Löwe 4, Albu 19, Wiese, Kück 3

USC München – USC HD 72:76 (37:40)
M: Jekeli 12, Pethran 15, Cooper 6, Reiter 1, Diekmann 6, Moser, Geschwindner 22, Kronawitter 8, Winckler 2, Matheis
HD: Kaltschmitt, Staiger 13, Keller 13, W. Lachenauer 2, Wieland 2, Strüven 12, Riefling 6, Rupp 8, Wells 16, Herrmann

USC – SSV Hagen 74:69 (28:28)
USC: Kaltschmitt 2, Staiger 9, Keller 25, W. Lachenauer 1, Wieland, Strüven 6, Riefling 6, Rupp 11, Wells 14, Herrmann
SSV: J. Pollex 6, G. Pollex 20, Martinek 6, Schaumann 4, Wilkens 32, Eickmann, Dahlbüdding, Krüsmann, Busemann, Schmunz 1

SSV Hagen – USC 86:70 (42:38)
SSV: J. Pollex 14, G. Pollex 12, Martinek 28, Schaumann 2, Wilkens 22, Krüsmann 4, Busemann 4, Schmunz
USC: Schmitt, Staiger 10, Keller 14, W. Lachenauer 4, Wieland, Strüven 4, Riefling 10, Rupp 12, Wells 16, Herrmann

USC HD – USC München 72:68 (37:34)
HD: Schmitt, Staiger 8, Keller 22, E. Lachenauer, W. Lachenauer 2, Strüven 7, Riefling 6, Rupp 4, Wells 13, Herrmann 10
M: Jekeli 17, Pethran 12, Cooper, Diekmann 3, Moser 16, Geschwindner 20, Kronawitter, Winckler, Matheis, Berg

MTV Wolfenbüttel – USC 83:77 (39:35)
MTV: Junger, Wohlers 24, Knopke 20, M. Ammon 8, Scharf, P. Ammon, Loibl 10, Löwe, Albu 21, Kück
USC: Schmitt, Kaltschmitt 2, Schöpf 8, Keller 23, W. Lachenauer, Strüven 14, Riefling 8, Rupp 12, Wells 10, Herrmann

Damit qualifizierte sich der USC für die beiden Halbfinalspiele, die ihn mit dem Sieger der Gruppe 1, TuS 04 Leverkusen, zusammenführten. Diese Hürde schien freilich nach dem heimischen 75:75 zu hoch zu sein. Im Rückspiel in Leverkusen gelang dem USC jedoch ein sensationeller 69:62-Sieg und damit der erneute Einzug in die Finalspiele. Die RNZ vom 25. März 1974 berichtete von einer Supershow des USC.
Endspielgegner der Kurpfälzer war der SSV Hagen, der in Gießen noch mit 66:80 unterlag, im Rückspiel aber die Hessen mit 74:59 (40:33) ausschaltete.

Halbfinalspiele des USC

USC – TuS 04 Leverkusen 75:75  (37:45)
USC: Kaltschmitt, Staiger 6, Schöpf 4, Keller 19, W. Lachenauer, Strüven 6, Riefling 12, Rupp 20, Wells 4, Herrmann 4
TuS 04: Reintjes 6, A. Kuczmann 8, Kuprella 2, Ecker 22, B. Kuczmann, Kleen 17, Frontzek 5, Schulte 8, Reiter 7, Heidrich

TuS 04 Leverkusen – USC 62:69 (25:35)
TuS 04: Reintjes, A. Kuczmann 8, Kuprella 9, Ecker 17, B. Kuczmann, Kleen 10, Frontzek 4, Schulte 10, Reiter 4, Heidrich
USC: Kaltschmitt, Staiger 12, Schöpf 12, Keller 9, W. Lachenauer, Strüven 2, Riefling 4, Rupp 6, Wells 20, Herrmann 4

Vielleicht hatte sich der USC zu sehr verausgabt! Jedenfalls konnte er dem Ansturm des erfolgshungrigen SSV, der in Hagen eine beispiellose Basketball-Begeisterung ausgelöst hatte, nicht standhalten. In beiden Spielen hatte Jimmy Wilkens, der diese Euphorie wesentlich befeuerte, mit 26 bzw. 22 Punkten seine Gegner vor fast unlösbare Aufgaben gestellt. Mike Wells, der Amerikaner in den Reihen des USC, enttäuschte dagegen in beiden Begegnungen.

Der Hagener Jimmy Wilkens vermasselte dem USC die Titelverteidigung, neben ihm Mike Wells (Slg. Hans Leciejewski).

Der Hagener Jimmy Wilkens vermasselte dem USC die Titelverteidigung, neben ihm Mike Wells (Slg. Hans Leciejewski).

Im 1. Endspiel an der Volme gab es gleich eine herbe 13-Punkte-Niederlage (67:54). Dabei präsentierten sich die „Akademiker“ in der Ischelandhalle als das bessere Team, scheiterten letztlich aber an dem überragenden Jimmy Wilkens und der eklatanten Formschwäche ihres eigenen Amerikaners Mike Wells (Ausbeute: 0/13!). Wie gewohnt waren Didi Keller, Hans Riefling und Harry Rupp die Stützen des USC.
Auch im Rückspiel in der ausverkauften Halle des BLZ unterlag der USC mit 64:70. Vier Minuten vor der Pause keimte beim Rekordmeister angesichts der 26:20-Führung noch Hoffnung, die aber nach Fehlwürfen und -pässen rasch zu einem 26:27-Rückstand wurde, der nur mühsam zu einer 33:31-Pausenführung umgemünzt werden konnte. In der 2. Halbzeit resignierten die „Akademiker“ nach vergeblichen Aufholbemühungen, verfuhren schließlich nach dem Motto „Alles oder nichts“ und gaben das Spiel noch ab, was dem Spielverlauf keinesfalls entsprach. Didi Keller war es, der Sekunden vor Schluss den Ball mit der Geste eines fairen Sportsmanns seinem Hagener Gegenspieler übergab.

Finalspiele um die Deutsche Meisterschaft

SSV Hagen – USC 67:54 (35:30)
SSV: Wilkins 26, J. Pollex 10, Martinek 9, G. Pollex, Dahlbüdding je 8, Schaumann 4, Schmunz 2, Krüsmann, Eickmann
USC: Keller 16, Riefling 12, Staiger 10, W. Lachenauer 8, Rupp 6, Herrmann 2, Wells (0/13!), Kaltschmitt, Schöpf

USC – SSV Hagen 64:70 (33:31)
USC: Keller 22, Rupp 16, Riefling 10, Schöpf 8, Wells 6, Strüven 2, Staiger, Kaltschmitt, W. Lachenauer, Herrmann
SSV: Wilkens 22, Martinek 17, J. Pollex 12, Krüsmann 9, G. Pollex 6, Schaumann, Dahlbüdding je 2, Busemann, Schmunz, Eickmann

Mike Wells packt im 2. Endspiel gegen den SSV Hagen im heimischen BLZ bei einem Rebound energisch zu und lässt den Hagenern Josef Martinek (15) und Jimmy Wilkens (12, verdeckt) keine Chance; rechts beobachtet Didi Keller (9.). Indes blieb der Amerikaner in beiden Endspielen recht blass (Slg. Hans Leciejewski).

Mike Wells packt im 2. Endspiel im heimischen BLZ energisch zu und lässt dem Hagener Josef Martinek (15) keine Chance; rechts beobachtet Didi Keller (9.). Indes blieb der Amerikaner in beiden Endspielen recht blass (Slg. Hans Leciejewski).

Den Kurpfälzern blieb die Erkenntnis, dass ihnen die Verpflichtung des Amerikaners Mike Wells wenig Glück gebracht hatte. Wer weiß, wie die Saison ausgegangen wäre, hätte er von Beginn an gespielt? In der Endrunde fand er die Bindung zum Team und einen stabilen Rhythmus nicht mehr. Zudem hatte sich gezeigt, dass der USC den Distanzschützen Hilar Geze noch nicht gleichwertig ersetzen konnte.

*

Als Deutscher Meister trat der USC auch im Europapokal an. In der 1. Runde traf er auf Portugals Meister Sporting Clube aus Lourenco Marques (später Cam Phumo, heute Maputo), der Hauptstadt der seinerzeitigen portugiesischen Kolonie Mozambique. Das Heimspiel im BLZ (OSP) dominierten vor 850 Zuschauern nach nervösem Beginn die Akademiker und siegten mit 85:65 (37:31).
USC: Kaltschmitt 2 Punkte, Rupp, Staiger 8, Schöpf 3, Keller 22, W. Lachenauer 17, Wieland 9, Strüven 7, Riefling 17
Laurenco Marques: Serra 18, Alves, Johnson 11, Almeida 4, Joia, Morgado, Pinheiro 4, Albuquerque 13, Strong 15, Dionisio

Das Rückspiel wurde in Porto im Mutterland Portugal  ausgetragen und begann spätabends um 22 Uhr. Hier besiegten die Gastgeber den USC mit 79:67 (31:26). Wegen des besseren Ergebnisses im direkten Vergleich zog der deutsche Meister aber doch in die nächste Runde ein (Keller 22, W. Lachenauer 19, Staiger 10, Riefling 4 Punkte).

In der 2. Runde hatte sich der USC wieder (wie schon nach der 7. DM 1966) mit Real Madrid zu messen. Die „Akademiker“ traten gegen eine körperlich eklatant überlegene Profitruppe an, die u. a. den amerikanischen Starspieler Walter Szczerbiak (dessen Sohn Wally S. 1999 bis 2009 sehr erfolgreich in der NBA spielte) aufbot. Da der US-Amerikaner Mike Wells erst in der Endrunde der laufenden Saison zur Verfügung stand, mussten die Kurpfälzer hingegen ohne ausländische Verstärkung auskommen. Auch Mike Wells hätte freilich an den herrschenden Kräfteverhältnissen nur wenig zu ändern vermocht.

Der ersatzgeschwächte Deutsche Meister beim Europapokalspiel in Madrid. Von links: Hans Riefling, Horst Herrmann, Detlef Schöpf, Hans-Peter Kaltschmitt, Harald Rupp, Eckhard Lachenauer, Walter Wieland, Walter Fuchs, Dietrich Keller, Kapitän Wolfgang Lachenauer (Slg. Wolfgang Lachenauer)

Der ersatzgeschwächte Deutsche Meister beim Europapokalspiel in Madrid. Von links: Hans Riefling, Horst Herrmann, Detlef Schöpf, Hans-Peter Kaltschmitt, Harald Rupp, Eckhard Lachenauer, Walter Wieland, Walter Fuchs, Dietrich Keller, Kapitän Wolfgang Lachenauer (Slg. Wolfgang Lachenauer)

Bereits bei der 54:94 (31:46)-Heimniederlage in der vollbesetzten Eppelheimer Rhein-Neckar-Halle musste der deutsche Meister die hohe Überlegenheit des spanischen Titelträgers anerkennen. Auch körperlich konnten die Akademiker den Gästen, die fünf Spieler mit dem Gardemaß von 2 m oder mehr aufboten, kaum Paroli bieten.
USC: Kaltschmitt 2 Punkte, Rupp 7, Staiger 5, Keller 14, Herrmann, E. Lachenauer, W. Lachenauer 9, Wieland 5, Strüven 5, Riefling 7
Real: Brabender 23, Ramos, Rodriguez 2, Cabrera 4, Paningua, Prada 2, Szczerbiak 31, Corbalan 2, Rullan 15, Luyk 15

Das Rückspiel in Madrid musste der USC überdies ohne Trainer Hans Leciejewski und Christoph Staiger bestreiten. Dafür sprang Center Walter Fuchs in die Bresche, der jedoch auch nicht verhindern konnte, dass Real wie ein Unwetter über die Kurpfälzer hereinbrach und mit 120:48 (43:32) siegte. Dabei hielt sich der USC bis zur Pause recht ordentlich, musste dann aber einen 30:2-Lauf der Gastgeber hinnehmen. So war der königliche Club für den USC wie schon sieben Jahre zuvor die Endstation im Europapokal.
Real: Ramos 12, Rodriguez 20, Cabrera 10, Paningua, Prada 25, Szczerbiak 10, Corbalan 23, Rullan 4, Luyk 16
USC: Rupp 6, Kaltschmitt, Schöpf, Keller 16, Herrmann, E. Lachenauer, W. Lachenauer 15, Wieland 5, Riefling 6, Fuchs

Mannschaftskapitän Wolfgang Lachenauer (Bildmitte) kümmerte sich in beiden Spielen um Walter Szczerbiak (10). Auf dem Foto sind auch die USC-Spieler Walter Wieland (13), Didi Keller (9) und Hans Riefling (15) gut zu erkennen (Slg. Wolfgang Lachenauer).

Mannschaftskapitän Wolfgang Lachenauer (Bildmitte) kümmerte sich in beiden Spielen um Walter Szczerbiak (10); hier sind zudem Walter Wieland (13), Didi Keller (9) und Hans Riefling (15) zum Eingreifen bereit (Slg. Wolfgang Lachenauer).

Nächste Saison: Saison 1974/1975

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