Mit 60:70 (15:14, 24:26, 44:48) verloren die Basket Girls Rhein-Neckar ihr Auftaktspiel in der U18-Juniorinnen-Bundesliga (WNBL, Gruppe 3) bei den Junior Falcons Homburg.
Gleich zehn Spielerinnen durften auf Seiten der Basket Girls am vergangenen Sonntag Ihre Bundesliga-Premiere feiern und alle Zehn kamen auch direkt zum Einsatz. Die meisten davon mit einem recht ordentlichen Schulranzen voller Respekt, Nervosität und Unsicherheit auf dem Rücken, aber auch mit Vorfreude, Motivation und Talent. Die Klassenaufgabe, das Spiel in erster Linie mit Einsatz und Wille aus der eigenen Defense heraus zu gestalten, wurde auch von Beginn an gut umgesetzt und die Gastgeberinnen aus Homburg kamen in den ersten vier Minuten zu keinem Korberfolg.
Leider zeigte sich jedoch zeitgleich die deutliche Nervosität und mangelnde Kontaktbereitschaft der Basket Girls im eigenen Abschluss und so gelang es, wie in vielen weiteren Phasen des Spiels, leider nicht, aus der gezeigten Leistung auch den entsprechenden Profit zu schlagen und sich abzusetzen. Generell hatten Nervosität und Abschlussschwäche beider Teams einen größeren Anteil an dem niedrigen Zwischenergebnis zur Halbzeit (26:24) als die Verteidigungsleistungen. Zwei wichtige Distanztreffer der Falcons kurz vor der Halbzeitpause beeinflussten den Zwischenstand und die Stimmung in den Umkleidekabinen bedauerlicherweise deutlich.
Das dritte Viertel verlief weitestgehend ausgeglichen und auf Augenhöhe, ehe die Basket Girls verletzungsbedingt auch noch auf eine der zwei erfahrenen Spielerinnen verzichten mussten und mit Kapitänin Leni Schramm-Bünning nur noch eine einzige Spielerin mit Bundesligaerfahrung zur Verfügung stand. Zu den deutlichen Schwächen beim Abschluss gesellten sich nun, um im Schulnotenjargon zu bleiben, teilweise mangelhafte mannschaftliche Verteidigungsleistungen und ungenügende Trefferquoten aus der Distanz. Am Ende waren viele Dinge sicherlich gut, aber als Gesamtpaket einfach noch nicht ausreichend, um in der Jugendbundesliga zu gewinnen.
Basket Girls Rhein-Neckar: Schäfer 16, Schramm-Bünning 10/1, Depe Tchatchu 10, Glasauer 7/1, H. Pfanzelt 6, Weidmann 5, Ballmann 2, Krätz 2, Sailer 2, Merker, Mägi, Alicajic.
Teamkapitän Leni Schramm-Bünning: „Trotz vieler Ausfälle konnten wir vor allem in den ersten drei Vierteln gut mithalten und das Spiel meist ausgeglichen gestalten oder sogar führen. Insgesamt war es aber kein wirklich gutes Spiel von uns. Wir hatten Pech bei den Abschlüssen und auf beiden Seiten gab es zu viele Turnover. Am Ende haben wir nachgelassen und mussten uns geschlagen geben. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen und haben bereits neue Ziele für das nächste Spiel am kommenden Wochenende gesetzt.“
Michael Rappe
Beitragsbild: Headcoach Oliver Muth (hier ein Foto aus vergangenen Saison) muss ein völlig neues Team aufbauen. Foto: Christian Pfanzelt